Bus Bim Slam #21 – wortgewandt nach Floridsdorf

Den Bus Bim Slam zog es heute ausnahmsweise einmal ganz in den Norden Wiens. Genauer zum Floridsdorfermarkt. Dort schien man zwar noch nicht soviel von der Wort-Kunst-Schiene des Poetry Slams gehört zu haben, das sollte sich allerdings ändern, nachdem unsere  PoetInnen die kommenden zwei Stunden alles vom Gemeindebau zur Rechten bis hin zum Spar auf der anderen Straßenseite beschallen würden. Aber alles der Reihe nach.

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Während die ersten geschäftigen Leute mit Einkaufssackerl und Hunden ausgestattet oftmals nur kurz stehenblieben, um sich ein Bild der Veranstaltung zu machen, betrat Andi Plammer als Opferlamm und Stimmungsmacher die Bühne. Mit seinem gelungenen Intro blieben auch die ersten Interessierten stehen und der anfangs spärlich besuchte Open Air Slam hatte sein Publikum gefunden.

Den Auftakt machte dann Fanny Famos, die darüber referierte, wie es ist „a Hur zum sein“. Sie selbst wäre allerdings „ka guate Hur“.
Das Publikum fand Gefallen an ihr und ihrem Text und belohnte sie mit 27 Punkten.Image

Auf Fanny folgte Mario Tomic, der anfänglich noch uneigennützig BeatBox-Werbung für Poetry Slam machte und anschließend ein Liebesgedicht darbrachte, das sich mit Rum aber auch Rummachen beschäftigte. Er war schneller fertig, als die Bahn erlaubt und gab deshalb noch einen Einblick in seine Lieblingsbücher. Das Publikum war amüsiert und gab 25 Punkte.

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Dritter im Bunde war Andi Pianka, der löblicherweise den Weg ins entlegene Floridsdorf antrat, obwohl er selbst morgen den Moderator im 22. gibt. Mit seinem Text stellte er sich Fragen des Lebens und der Schaffung neuen Lebens. „Die Vorfahren wussten noch, wie man kommen muss um Nachkommen zu zeugen“. Passend zur Phrase „Wir sind alle Gutmenschen und lassen uns von Dreiern befriedigen“, gab es für ihn sogar acht mal soviele Punkte, nämlich 24.
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(Foto ist leider nicht vorhanden aber wie gesagt ist Andi Pianka (rechts außen) morgen ohnehin im 22. zu sehen!)

Auf Andi folgte Adina, die ihren Text ihrer mitgekommenen Patentochter widmete und sich in gewohnter Frische und darüber hinaus noch Barfuß präsentierte. Gestatten Adina. Die große weite Welt ist ihr ein Fremdwort, beim Publikum kam sie aber hervorragend an. 29 Punkte und damit die bislang höchste Wertung.
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Franziska Füchsl trat sodann als Vorletzte in den Slam-Ring. Ihr Text war englisch, but she „tells her tales hard“, das gefiel auch den Zuhörerinnen, die ihr 27 Punkte gaben.
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Alles war noch offen und ein Poet ausständig. Felix Kaden aus Nürnberg, wie er noch betonte. Sein Text erzählte davon, wie müde er sei. „Werde ich jemals zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“. Heute war er es mit Sicherheit, für ihn gab es ebenfalls die Vorrunden Bestmarke von 29 Punkten.
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Damit waren Fanny Famos, Franziska Füchsl, Adina und Felix Kaden im Finale, die in dieser Reihenfolge eben selbiges bestreiten sollten.

Fanny beschwerte sich über zu teure 3D Brillen und propagierte, dass Menschen doch endlich einmal Ausnahmen machen sollten!
Mit 29 Punkten gab sie den anderen dann auch gleich einiges vor.

Franziska las diesmal kürzer als noch in der Vorrunde. „Die Grammatik der Syntax war euch wurscht damals!“
25 Punkte

Adina machte daraufhin textlich das Rampenlicht aus und hastete von Bim zu Bim. „Geduld ist eine Tugend“, die hatten heute auch die Straßenbahnen und Adina konnte ihren Texte, so wie alle anderen zuvor prefekt in der Zeit unterbringen. Das machte sich bezahlt.
Es gab ebenfalls 29 Punkte.

Wieder war Felix der Letzte der Runde, außerdem der einzig verbleibende männliche Vertreter aus der Vorrunde. „Das Leben ist manchmal hart“ meinte er dementsprechend sei „Blauäugig die Sicht, die nicht so sehr im Herz sticht“. Eine schöne Zeile zum Abschluss. Für Ihn gabe es dann auch die Maximalzahl von 30 Punkten. Womit sich Felix Kaden zum Sieger der 21. Ausgabe des diesjährigen Bus Bim Slams krönte.
ImageGratulation an Felix Kaden!

Morgen geht es dann weiter mit Andi Pianka und melamar. Nur mehr zwei Tage Bus Bim Slam. Lasst euch das nicht entgehen!

herzlichst Pascal Optional

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