der bus kommt von der falschen seite – und andere schlechte witze

 

wie letztes jahr war der busbimslam im 6. am 6. um 6 (ungefähr) auf dem platz vor der haydnkirche. heuer steht hier eine skulptur in rot und blau, die wir zu unserer kulisse erklären.

wir haben längere zeit überlegt, ob der busbimslam im 6. hier stattfinden soll, wegen der allgemein bekannten debatten um die fußgängerzone.  vielleicht würde eine straße ohne autos mehr leute zum stehenbleiben bringen, aber der bus … es gibt – wenigstens für den slam – kein problem mit dem 13a. er kommt jetzt von rechts und biegt in die kirchengasse ein, früher kam er von links. heuer hat er jedenfalls weniger verspätung als letztes jahr, offenbar stauen die autos die neue strecke nicht so zu wie die alte. die intervalle sind, wie schon im 5. bezirk beim 14a recht kurz, also gibts wieder die toleranzbus-regel. während das lastenfahrrad geparkt wird, packen die standlerInnen, die noch die sicht auf uns verstellen zusammen. als sie mit ihren erdbeeren, kuchen, blumen, blunzen usw. wegfahren, fängt der slam an.

teilnehmerInnen: Mieze Medusa, Markus Köhle, Alice Reichmann, Jasmin, Yasmin Hafedh, Georgharlekin, Mriri.

opferlamm Andi Plammer. als sieger vom tag davor steht ihm dieser auftritt zu.
Markus Köhle hat einen neffen mit wimmerln, erfahren wir ebenso, wie daß Jasmin eine strenge mutter in argentinien hat. Mieze Medusa will auf luftschloßpapier mit glitzerstift schreiben und schlechte witze erzählen. Mriri erzählt schlechte witze, die er selber nicht versteht, aber er steht dazu. das publikum kann ihm nicht folgen, meint er, weil seine flachen pointen tiefsten tiefgang haben. Yasmin Hafedh kann drei melangen auf einmal servieren und dabei grantig dreinschauen, perfekt interiert also. das publikum kann sich das grantige gesicht nicht vorstellen. Alice Reichmann spricht mit mindestens fünf stimmen in mindestens sieben dialekten. man kann nur hoffen, daß die haydnkirche keinen exorzisten auf sie hetzt. Georgharlekin setzt sein nachdenken über die welt und die gegenwart fort.

das publikum wünscht sich mit viel applaus eine zweite runde aller slammerInnen. der vorschlag, ein dreier-finale zu machen, wird mit schweigen beantwortet. in der zweiten runde wird die reihenfolge durch die punktezahl bestimmt: wer die wenigsten punkte hat, muß anfangen. die siegerin des tages wird Yasmin Hafedh, gefolgt von Alice Reichmann und Mieze Medusa. gewonnen haben aber alle, die da sind. zu gewinnen gab es unterhaltung, neue einsichten und wortspielerische entdeckungen.

und wieder keine photos, vielleicht.

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