ich geh nur schnell einkaufen …

… sagte die alte dame mit dem einkaufwagerl – und kam tatsächlich wieder, um sich den ganzen busbimslam im 5. am 5. um 5 (ungefähr) anzuhören.

über dem siebenbrunnenplatz hingen ein paar wolken, genauso grau wie die merkwürdige, aber nützliche überdachung.  nein, es regnete nicht, wozu auch, wir hatten ja ein dach über dem kopf.

zum dichterischen wettstreit angetreten waren Melamar, Simon Tomaz, Andi Plammer, Georgharlekin und Henrik Szanto. anfangs sah es so aus, als ob das publikum ausbleiben würde, aber nach und nach trudelten die leute ein. aktivistInnen des augustin, der seine zentrale nicht weit vom siebenbrunnenplatz hat, kamen ebenso wie eine menge kinder auf rollern, gäste der pizzeria hinter uns, die schon erwähnte alte dame und ihre freundinnen usw.

es gab auch genug willige für eine viererjury – und schon konnte es losgehen. das opferlamm machte ich selber, weil einige leute, die schon zugesagt hatten, dann doch nicht kommen konnten. den kranken unter ihnen wünschen wir beste genesung und baldiges wiederslammen.

die busbimslam-regel, wenn der bus kommt, ist es aus, mußte leicht abgeändert werden. weil nämlich die intervalle der 14a recht kurz sind, habe ich den toleranzbus erfunden: kommt in der ersten slam-minute ein bus, so unterbricht er als toleranzbus die performance nicht.

ein kleiner bub mit roller half bei der auslosung. als erster mußte Andi Plammer auf die bühne. mit seinem politiker-englisch holte er 31 punkte. Melamar kam vom wort zum gedicht bis hin zum roman und über heilige bücher wieder zurück zum wort: 33 punkte. Simon Tomaz erzählte von seinen bettgeschichten mit räubertochter ronja,  momo und anderen papierenen weiblichen wesen: 34 punkte. Georgharlekin dachte nach über kuchen, brennende hüte und was sonst noch wichtig ist auf der welt, auch 34 punkte. Henrik Szantos liebe zu den menschen beeindruckte die jury, sosehr, daß er die höchte wertung der ersten runde bekam: 36 punkte.

in der zweiten runde traten die slammerInnen in umgekehrter reihenfolge an. Henrik mußte also nach einer kurzen rauchpause gleich wieder auf die bühne. die slammerInnen bauten sportliche elemente ein, am wildesten Melamar, die mit dem mikro weglaufen wollte, als der bus sie unterbrechen sollte. aber eine sportliche slam-masterin holt eine slammerin allemal ein und entreißt ihr das mikro. Andi Plammer war der logik folgend der letzte antretende der zweiten runde – und holte auf. Henrik und Andi hatten gleiche viele Punkte, nämlich 70. also applaudierte das publikum für ein stechen. und der letztplazierte der ersten runde gewann. erster wurde nun Andi Plammer, gefolgt von Henrik Szanto. dritter  wurde Georg Harlekin, und dann gab es noch zwei vierte plätze, belegt von Melamar und Simon Tomaz, und somit keinen letzten platz. es war eine knappe entscheidung, bei der es immer nur um einen punkt mehr oder weniger ging.

und weil es immer wieder einmal ein experiment geben muß, bleibt dieser slam-bericht unbebildert.

 

 

 

 

 

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