Die 2. Schlacht von Mauer – Ja da schaun mer! Das war der BBS XXIII MMXIII

 11 Slammer_innen haben es sich nicht nehmen lassen, sich in den Kampf um den vom Wiener Stadtkern weit entferntesten Slamspot zu stürzen. In drei Runden kristallisierte sich die neue literarische Führung in Mauer heraus und das sonntägliche Publikum nahm sehr spontan und damit umso freudiger die ihm dargebrachten Wortschätze auf.

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Die Linie 60 fährt von Hietzing aus zum Maurer Hauptplatz und als Jimi Lend eine Stunde vor Slammbeginn am Hietzinger Straßenbahnhof eintrifft, kann er zwar Andi Pianka die Hand schütteln, aber mit ihm nicht gleich in die nächste Straßenbahn steigen, da sich wohl ein Aktivist der Hietzinger Liga gegen Straßenpoesie vor einen Zug geworfen oder zumindest sein Auto gleisgeparkt hat. Erst eine halbe Stunde später mit Verstärkung von Christoph ‚Schreibi‘ Schreibmüller gelingt es den 60erbetrieb wieder aufzunehmen und die drei Bimkameraden treffen am Maurer Hauptplatz, die dort schon im Cafe Marienkäfer sich platziert habenden Poeten Tschif, Concerto Crystal, Andi Plammer und den Slamfanatiker Kolomann.
Auch die Heavy Pedals sind schon geparkt und installieren fachmännisch um 5 vor 5 den Slamspot 23 (2+3=5!).

Jimis Handy klingelt im Halbminutentakt. Melamar kommt über Alterlaa, wo der 60a, aber nur alle 20 Minuten und das 5 nach 5, losfährt. Pascal Optional hat sich überhaupt erst um 5 entschlossen noch schnell vorbeizuschauen und die geladene Yasmin Hafedh redet sich smsmäßig ein weiteres mal auf die Betriebsstörung der Bim 60 hinaus, welche zu diesem Zeitpunkt aber schon längst aufgehoben war. (;))

Eine Jury ist schnell gefunden und setzt sich aus je zwei Gästen des Cafe Marienkäfer, einer Parkbankbenutzerin und einem Sitzkissenasphaltanten zusammen. Jimi Lend eicht die Jury mit dem kurzen Liebesgedicht ‚Jeanne Sebachstian‘ auf 13,5 Punkte und dann nimmt, die auf der Parkbank sitzende Jurorin Angela auch noch ihre Pflichten als Glücksengerl wahr und zieht Pascal auf die Nummer eins, der allerdings noch nicht da ist und zurückgereiht wird.

Den wahren Anfang liefert dann der Doyen der Straßenpoet_innenszene Günther Tschif Windisch. Er verzaubert mit einem Liebesgedicht in steirischer Mundart und lässt dann noch Einblick in den Alltag hoher Kleriker:

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Er trifft auf Andi Plammer keinen Text über das Nichts performte und das ganz knapp nicht an der Grenze zu Nie-derösterreich.
Der Tschif erhält 10,5 Punkte (von 4 abgegebenen Wertungen wurde die niedrigste gestrichen) und Andi Plammer 11,5. Jimi gibt seinem steirischen Bruder Tschif aber noch einen Extrapunkt, da es bei ihm die meisten Mikrophonaussetzer gab und erzeugt so einen Gleichstand.
Mit von Jimi in MCGyvermanier gefixtem Mikrophon geht als 4. der frisch eingetroffene Pascal Optional ins Rennen und erzählt 2 der 4 Filme des Jahrtausends die jetzt schon in seinem Kopf sind und nun wahrscheinlich vom Filmverband Mauer realisiert werden.
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Sein Gegenüber Mrrri Mrrri mit Texten aus Linz die ihn oft selbst in größeres Erstaunen versetzen als sein Publikum. (O-ton:’Irgendwas fehlt da noch, ich weiß nur nicht was?)

Die beiden jungen Racker bringen es auf 10 und 11 punkte, was bedeutet, dass die beiden alten Hasen dank Punktegleichstandes und der Regel, dass von den ersten vier Teilnehmer der beste ins Final kommt, gemeinsam aufsteigen.

Nun stürmt Christian Schreibi Schreibmüller die Bühne und stellt Vermutungen über den real existierenden Kapitalismus an,
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denen Concerto Crystal (oder seit neuestem Christl) seinen frisch verfassten Wuttext Werbung – In Your Face entgegensetzt.

Beide erreichen 14 Punkte.

Der Portugiese Juzse M beginnt die nächste Runde mit dem Abenteuer Öffis wobei er doch nur einfach Verkehr will.
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Yasmin Hafedh kontert darauf gekonnt mit der Ode Beauty Lies Within The Eye Of The Betrayer während der sie auch auf die entzückenden Besonderheiten ihres Körpers hinweist. Auch sie gewinnt 14 Punkte, Juzse M 11.

Ebensoviele Punkte hohlt sich der Grazer Dentistenguru Kuno Kosmos mit seiner lyrischen Gesellschaftskritik als er die, die Vorrunde abschließende, Dreierrunder startet.
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Melamar fährt mit einem Text, der wenn er groß wird einmal ein Slamtext wird auf 13,5 Punkte vor,
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und Andi Pianka schiebt sich mit der geschichlichen Aufarbeitung von 3000 Jahren Poetry Slam sicher ins Finale der 14 Pünkter.
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Da nun sechs im Finale stehen macht Jimi, der jedes Wort auf der Straße als brillante Kostbarkeit empfindet, kurzentschlossen ein Halbfinale daraus und Angela zieht die Paarungen.

Zunächst Concerto Crystal vs. Yasmin Hafedh.
Concerto erzählt aus dem Stand eine Geschichte über seine esoterisch abgehobenen Feuerläuferkolleg_innen, Yasmin erklärt von wo sie herkommt, nämlich Wien und fegt damit den zierlichen Weinviertler vom Platz.

Christian Schreibmüller schlägt im 2. Halfinale auf und serviert seinen legendären 3er Weg (siehe BBS8) worauf Andi Pianka mit seiner Genealogie der Wiener Gassen nicht wirklich eine Antwort hat und somit ausscheidet.
Dann noch einmal Tschif gegen Plammer. Tschif zieht die Headlines, Andi Plammer stellt ein paar Fragen und bekommt vom begeisterten Publikum den Finaleinzug als Antwort präsentiert.

Yasmin Hafedh mit ihrem letzten BusBimSlamtext 2013 und darüber ebenso gerührt wie Jimi packt noch einmal ihren Koffer und erntet wahre Begeisterungsstürme.

Christian Schreibmüller bringt sich mit seiner Parabel vom halluzinogenen Salat in Stellung und zuletzt erzählt
Andi Plammer von seiner wahren Sehnsucht:
Er wäre so gerne Politiker.
Die Applausabstimmung bringt ein knappes aber rasches Ergebnis.
Schreibi landet auf der 3. Andi Plammer auf der 2 und ganz oben am Treppchen steht Yasmin Hafedh die somit für ein paar Stunden, nämlich bis zum Ende der BusBimSlamFinalSause, ihren Platz als die Queen von Wien einnahm.

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Danke Wir sind Wien! Danke Heavy Pedals! Danke El! Danke Mauer!

Ich hoff wir sehen uns alle nächstes Jahr wieder und zünden unser lyrisches Feuer an allen möglichen und unmöglichen Plätzen.

Es grüßt Euer Jimi Lend im Mürztal auf dem Weg in die Sommerfrische. (5. Juli!!! —-> Schilcherslam:)Giang Minh Tâm
(letztes Photo: Giang Minh Tâm – die übrigen: Jimi Lend)

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