Kirchenglocken und Beschwerdechor

6. Bezirk, vor der Barnabitenkirche mit Blick auf DSC_0001die Mariahilferstraße: Die Sonne scheint! Das erste Mal bei der heurigen Busbimslam-Tour. Und es gibt von Anfang an schon viel Publikum. Das Lastenrad und die Beach-Flag sind ein guter Blickfang.  Und: Die Slammasterin ist eitel und gefällt sich auf diesem Photo.

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Christian Schreibi Schreibmüller, dieses Mal als Photograph und nicht als Slammer anwesend, nimmt ein kleines Geburtstagsständchen von Slamily und Publikum entgegen.

Wie schon im 5. Bezirk wollen mehr als acht SlammerInnen mitmachen. Aber nach dem Slam gehört der Platz dem 1. Wiener Beschwerdechor, deshalb können nur acht mitmachen. Rekordslammer Jimi Lend ist das Opferlamm. Lang dauert sein Auftritt nicht, denn schon kommt der 13A daher. Osama ist der erste Slammer, nach ihm muß Mriri gegen das Läuten der Kirchenglocken anlesen. Stefan Lotter hat sich gerade so richtig in Fahrt gebracht, als ihn der Bus auch schon wieder stoppt. DSC_0112Yasmin Hafedh hat einen rekordverdächtigen Kurzauftritt. Ein bißchen länger Zeit bleibt Christa Urbanek bis zum nächsten Bus. Melamar hat auch fast drei Minuten Zeit. Yannik, extra aus Graz angereist, muß seinen Wal ganz schnell ins Meer schieben – schon wieder ein Bus. Das Mikrophon wird ihm trotz Gegenwehr entrissen.

DSC_0164 Adina ergibt sich gleich ihrem Schicksal, dem 13A.

Nun haben sich schon über hundert Leute versammelt, die sich zum größten Teil gut unterhalten. Im Publikum entdecken wir Anita Zemlyak, die Generalsekretärin der Basis.Kultur.Wien. Es gefällt ihr ganz offensichtlich, was sehr gut ist, denn ihr haben wir zu verdanken, daß der Busbimslam überhaupt stattfinden kann. Ein paar Punks finden Slammen nicht so gut und ziehen wieder ab, weil sich niemand dafür interessiert, als sie erklären, daß Jesus stinkt. Aber vielleicht haben sie nur einen ihrer Hunde gemeint. Ein gröhlender Betrunkener wird von einer beherzten Frau dazu gebracht, wenigstens nicht ständig zu schreien.

Das Finale bestreiten Melamar und Yasmin Hafedh. Melamar ist die einzige, der der Bus ein paar Minuten länger für ihren Text gewährt. Yasmin Hafedh dagegen wird sehr schnell unterbrochen – und Melamar ist die Siegerin des Tages.DSC_0049

Das Vorurteil, der 13A sei ein besonders unpünktlicher Bus, bestätigt sich während des Slams nicht.

Nach dem Siegesapplaus DSC_0179tritt der Beschwerdechor auf. Melodien von Walzern bis Kirchenliedern dienen als Transportmittel für die vielen Beschwerden. Daneben werden Gratiszeitungen zerrissen und Beschwerden des Publikums eingesammelt. Als gerade zu einem Kirchenlied ein ganz unfrommer Text gesungen wird, geht im Hintergrund ein Kuttenträger vorbei und lacht erfreut. Ob er den Text verstanden hat? Wir wissen es nicht.IMG_3088

 

 

All diese großartigen Photos hat Minh-Tam Giang gemacht.

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