Poetry Slam eliminiert FPÖ in der Donaustadt

Es wurde ja schon vieles versucht um die Feigste Partei Österreichs in den Schatten zu stellen: Blaue Briefe, Appelle an das Mitgefühl und Mottenpulver. Nichts half gegen das politische Krebsgeschwür der Nation, bis sich im 22ten Bezirk, am 22/06/ 2012 um 17 Uhr, 7 mutige Slammer und 2 furchtlose Slammaster neben einem Kampagne-Stand der Partei einen Poetry Slam abhielten, welche die gänzliche Aufmerksamkeit aller versammelten und passierenden Zuschauer auf sich zog.  Selbst die FPÖ Stand-Steher vergaßen die dummen Pamphletensprüche ihres Sektenführers und lauschten stattdessen lieber unseren dummen Sprüchen.

Hier ist das Beweisfoto :

Beinahe aber wäre der Sieg deutscher Dichtung gegen die Fraktion der fehlenden Gehirnmasse an einer Wiener Polizeitruppe gescheitert, welche in die beginnende Slam Vorrunde mit 5 bewaffneten Männer eingriff und (tatsächlich) nach einer Genehmigung am Treppchen vor der U1 Kaisermühlen verlangte – und ansonsten die Veranstaltung abzubrechen drohte.

Das Foto für dieses Geschehen wurde:

Von da an erinnern sich die Slammaster an die Ereignisse nur noch in Zeitlupe:

Slammaster Sevis Gesichtszüge erblassen leicht als er begreift, daß Slammitmasterin Paz eine solche Genehmigung nicht ausgedruckt bei sich führt.  Auch das Iphone auf dem sich eine entsprechende Email der Stadt Wien befindet mag grad keinen Empfang haben. Siri pennt. Paz verliert nur beinahe die Fassung als die jungen Polizisten weder die Frau mit dem „Wir sind Wien“ T-Shirt noch die roten „Wir sind Wien“ Sitzpolster als  Anscheinsbeweis anerkennen und die Veranstaltung trotzdem abbrechen wollen.

Paz wirft sich zwischen die Polizei und die Veranstaltung, deutet Sevi mit einem Handzeichen, daß er die Show bis auf weiteres alleine weitermoderieren soll, während sie die Polizei ablenkt. Die Stadt Wien wird kontaktiert, die Veranstalter angerufen, mit der Polizei diskutiert (und ich gebe zu geflirtet//sinnlos!). Ein Polizist erinnert sich in einem lichten Moment, daß diese „Wir sind Wien-Sache“ in den letzten Wochen schon häufiger in der Stadt gesehen zu haben glaubt (ach wirklich?).  Aber dem Vorgesetzten reichen die Erinnerungsfetzen seines Kollegen nicht aus.  Während dessen endet die Vorrunde des Poetry Slams von der die Berichterstatterin hier nichts mitbekommt, da sie die Polizei immer noch erfolgreich ablenkt.

Kurz vorm Beginn des Halbfinales erwacht Siri doch wieder zum Leben uns spuckt die Email Genehmigung aus dem Iphone vor die Füße der Polizisten aus und die Moderation kann en double weiter gehen.

(Echte Geheimagenten)

Und dann gab es da noch den eigentlichen Slam – den Catherine T. Nicholls, Clara Felis, Maros Tiana, MC Stoner, Phil, Simon Thomas und Matthias Vieider unter einander bestritten.

Wegen Punktegleichstands kamen dann auch fast alle Slammer aus der Vorrunde weiter: Maros Tiana, Simon Thomas, Matthias Vieider, Catherine T. Nicholls und MC Stoner kämpften um den Einzug ins Halbfinale während ein junger Passant mit wenig Glamuhr-Faktor und faltigem Hintern eben diesen beim Vorübergehen vor dem Publikum entblößte. Vermutlich handelte es sich um einen enttäuschten FPÖ-Wähler, dem es nicht passte, daß wir dem Pamphleten -Stand immer noch erfolgreich die Show stahlen.

Im Finale des heißen Bus Bim Poetry Slams der Donaustadt standen sich schließlich MC Stoner und Catherine gegenüber, die sich einen unerbittlichen Kampf um den Gewinn der „Wir sind Wien“ Umhängetasche mit prekärem Inhalt lieferten.

Den Sieg erwarb sich MC Stoner mit seinem äußerst poetischen Textaufruf „Hey Oida“ mit 19 Punkten vor Catherine (16 Punkte) die in ihrem Gedicht eine fabelhafte Ausstellung mimte und von der wir auch ein wunderschönes Foto haben:

Der Abend ging glücklicherweise ohne (noch) weitere Zwischenfälle zu Ende. Und ganz nebenbei erwies sich Poetry Slam als probates Mittel gegen Rechts Außen.

Paz & Sevi

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Eine Antwort zu Poetry Slam eliminiert FPÖ in der Donaustadt

  1. el awadalla schreibt:

    der ganze busbimslam ist voller schöner geschichten, aber das ist für mich die schönste. ich verlange höchstvoting!

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