…und auch der Gaußplatz hat gerockt!

… auch wenn die unterschiedlichen Beginnzeiten des bus&bim-slams den einen oder die andere SlampoetIn überforderte (wie sollte frau/mann auch die unterschiedlichen Beginnzeiten im Kopf behalten), um 20.00 Uhr im 20. Bezirk waren zum 20iger-Jubiläum der bislang wohl großartigsten Poetry-Slam-Projektreihe (fast) alle KünstlerInnen zugegen.
Dass Slammaster Tschif gemeinsam mit der, wie immer vorbildlich pünktlich vor Ort befindlichen Betreuung durch das „Wir sind Wien“-Team gefühlte zehnmal den Standort des technischen Equipments änderte, war der dräuenden Regenwolken wegen verständlich, blieb aber der stetig wachsenden Zahl der Publikümer verborgen.
Andererseits, was konnte schon schief gehen, bei diesem „line up“ von „geladenen“ SlampoetInnen (Ana Ryue, Andi Plammer, Schreibi und Elwood) sowie den sich – und gerade das entspricht ja dem Grundgedanken des Projektes – dazu gesellenden PoetInnen wie Simon, Markus Köhle und der bus-bim-Slam-Initiatorin El Awadalla.
Letztere kam zwar ein wenig verspätet – die erfahrene U-Bahn-Poetin hat sich ganz einfach verfahren – konnte sich aber dann davon überzeugen, dass „ihr Baby“ bus-bim-slam lebt … und wie!!!
Das einzige technische Problem ergab sich fototechnisch: der Profi-Fotograf „Schreibi“ kam mit der komplizierten Ausrüstung der „Gucki-Drucki-Kamera“ von Tschif nicht ganz zurecht, so dass die Bilddokumentation der fleißig abbildenden Bezirkszeitung verbleibt.

Aber der Reihe nach:
Das Losglück war für den Slammaster des „Cup-Slam“ im Prückel eher Pech; seine Kinderfragen nach Steptokokken, Durchfall und H.C. Strache brachten immerhin 17,5 Punkte.
Schreibi
in Doppelfunktion („Foto-Poet“) beendete seine Anarcho-Ballade punktgenau mit dem Eintreffen des 31igers und heimste 18,5 Punkte ein, bevor El Awadalla das lautmalerische Titel-Abkürzungs-Verzeichnis – das dem Vergleich mit Jandl durchaus standhält – zum Besten gab und ebenfalls 18,5 Punkte bekam.
Die Geschichte vom „Rapper“ Simon war offenbar so authentisch, dass sie 19,5 Punkte einbrachte. Dann kam Ana Ryue, die in gewohnt ruhig-eindringlicher Art „einen Ausweg suchte“ und – fast wie bestellt mit feiner akustischer Unterstützung durch die Musik des Festes vom „Aktionsradius“ – die magische 20 Punkte-Grenze erreichte.
Dass Dichterfürst, Romanautor und Slam-Poet Markus Köhle das noch toppen würde, war fast zu erwarten, aber der Text „Ö – Ö – Öster-reich(t) – eine Gedächtnislücke mit System“ war das Highlight der ersten Runde und das Höchstvoting von 23 Punkten der verdiente Lohn. Da konnte Andi Plammer mit seinem – für den Gaußplatz passenden – mathematischen Elaborat die „5“ noch so beschwören, er blieb mit 22,5 Punkten knapp hinter Markus.

Auf allgemeinen Wunsch gab es dann ein „Siebener-Finale“ – sprich eine zweite Runde. Dass es inzwischen leicht zu tröpfeln begann, schien niemand zu stören, ja nicht einmal zu bemerken. Im Gegenteil, zum Schluss waren die Besucher des „Aktionsradius-Fest“ dazugekommen, die Straßenbahn 31 legte eine Pause ein und blieb wärend des zweiten Textes von Markus Köhle (Kindheitserinnerungen) ganze fünf Minuten in der Haltestelle. Ach ja, bevor ich’s vergesse: das Siegespodest bestätigte das Ergebnis der Vorrunde und sah Markus Köhle mit 48 Punkten ganz oben. Zweiter wurde Andi „ALSO“ Plammer mit „Pi mal Daumen“ 46,5 Punkten und auch Ana Ryue ging es mit 43 Punkten „wirklich gut“.
Wieder zum Anfang…
… auch der Gaußplatz hat gerockt, insgesamt über 150 Leute haben Poetry Slam-Feeling genossen und sogar die Kids, die am Beginn mit der Veranstaltung wenig anzufangen wussten, fragten den Slammaster, ob sie „auch was rappen könnten“.
Vielleicht kommen sie ja wirklich – wie angeboten – am 21. in den 21. zum „21. bus&bim slam“ – aber Achtung!!! – um 17.00 Uhr.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter BusBimSlam Nachlese abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu …und auch der Gaußplatz hat gerockt!

  1. tschif schreibt:

    uuups, das „e“ vom „Dichterfürst“ gehört zum zum „unterschiedlich“ !
    das kommt davon, wenn man zu früh und mit zu kleiner Schriftgröße schreibt!
    sorry !

  2. le noir schreibt:

    ahoi ihr wundervollen slammerInnen!

    vielen vielen dank, dass ihr uns gestern im 20igsten besucht habt. ich habe es soooo genossen…so viel wortwitz und -wut, emotion und einfach gute energie!

    bääääääääm ich bin noch immer ganz geflasht von euch & freu mich auf ein wiedersehen und -hören!

    i love u all!!
    keep on slamming!!

    le noir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s