BusBimSlam #15: Rudolfsheim-Fünfhaus ist gut zu uns!

Der 15. Tag BusBimSlam. Zum Glück gibt es noch keinerlei Anzeichen einer „und täglich grüßt das Murmeltier“-Ermüdung bei der Slam-Masterin Mieze Medusa und den SlammerInnen: Die Karin, Andi Plammer, Theresa Hahl, Lina Madita und – aus der freien Liste – Markus Köhle und Helga. Der Ort ist außerordentlich gut gewählt, belebt, weil U-Bahn und Geschäfte und Rudelsheim-Fünfhaus sich insgesamt nicht über mangelnde Bevölkerungsdichte beklagen kann, aber auch beruhigt, weil ein kleines bisschen von der Straße weg und mit einem Straßencafe und einem Kebabstand auch versorgungstechnisch tadellos!

Wir finden eine Jury, wir erwähnen das Festival der Bezirke, wir rufen „Wir sind Wien“ in die Welt und die Welt hört uns zu und nähert sich neugierig und weiß: dort wo geslamt wird, da lass dich nieder!

Reihenfolge ist Losentscheid: Theresa Hahl (mit 3 BusBimSlam-Siegen in den letzten Tagen klar in der Favoritenrolle) verwandelt die undankbare Startnummer 1 in eine Pole-Position: 5 x 5 minus Streichwertung = 15 = Höchstvoting.


Es wurden Ohren, Herzen und Fenster für uns geöffnet, Wien XV hatte total Lust auf BusBimSlam.

Wirklich gern hätte ich einmal Jurykarten in den ersten Stock raufgereicht, aber erstens fehlten dafür die Gummiarme und zweitens war die Jury von Anfang voll besetzt mit gut gelaunten Menschen, die die volle Zeit geblieben und sich alle SlammerInnen interessiert angehört haben.

Startnummer 2: Helga, die hat uns was übers Kunst machen erzählt, und wer hätte das tgedacht, Fünfhaus hatte dafür weitaus offenere Ohren als, nur so zum Beispiel, Hietzing. 11 Punkte nimmt Helga mit in die zweite Runde.

Lina Madita, hat zuwenig Buchstaben zur Verfügung um ihren Unmut adequat zu äußern, sie fühlt sich wie 17 und 77 zugleich, Wien 15 mag das: 12 Punkte.
Direkt hinter ihrem Kopf auf der Telefonzelle pickt übrigens ein Plakat mit der Aufschrift: „Hier beginnt der Krieg.“ Das passt so gut zum Text, da könnte man fast sagen, der öffentliche Raum gibt uns ein wunderbares Echo zurück.

Publikum mit und ohne Bim. 2 Straßenbahnen haben die SlammerInnen jeweils Zeit.

Andi Plammer hat einerseits &radieschens für alle SlammerInnen mitgebracht, natürlich die Ausgabe 15, wir sind ja schließlich im 15. Bezirk, es ist der 15. Juni, wir haben um 15 Uhr mit dem Slam begonnen. Get the picture?

Andererseits liest er uns vor, warum es so schwer ist, Poetry Slam zu stoppen. Es dreht sich nunmal alles um die 5 Minuten. 10 Punkte.

Markus Köhle slammt fürs Bodenpublikum, den Transitverkehr und für unseren Slamfan im Fenster und freut sich über 5 x die 5 für seinen d- und t-Text, den er gebracht hat, um sich vor Anfällen von Midlife-Demenz zu schützen. Höchstvoting = 15 Punkte.

Danach die Karin. Die findet ein Graffiti an der Wand, dass ihr bestätigt, die richtige Ausbildung gewählt zu haben: „Existenzberechtit“ steht hinter ihr an der Wand. Für ihren Orchideenfachtext erhält die Karin 13 Punkte.

Nachdem der nächste Termin drängt, erwähne ich jetzt einfach mal, dass die zweite Runde ebenfalls toll war, dass die Texte gerockt haben, dass das Publikum gelacht und nachgedacht hat, dass alles wunderschön ist, wenn das Wetter stimmt und der Ort und verspreche ein Up-date mit mehr Fotos morgen noch nachzuholen.

Fast Facts: Doppelsieg nach Stechen und Applausbattle: Markus Köhle und Theresa Hahl

Apropos morgen: 16. BusbimSlam um 16 Uhr im 16. Bezirk!

SA, 16. Juni, 16 Uhr – 16., Hofferplatz
Slammasterin: El Awadalla; SlammerInnen: Mara Ban, Christa Urbanek, Andi Fasching, Stefan Lotta

Und: Der Wiener Lustspielhaus Poetry Slam mit wunderbaren, internationalen und lokalen SlammerInnen (Ken Yamamoto, Yasmin Hafedh, Renato Kaiser, Kilian Ziegler, PEH, Bente Varlemann, Julian Heun, Moritz Beichl, Der Koschuh, Frank Klötgen) findet ab 19:30 im 1. Bezirk statt. Sichert euch Karten und kommt vorbei!
(Das Plakat haben wir natürlich von der Gewista-Säule wieder runtergenommen, wir haben Manieren und wir kennen die gestrengen Gesetze.)

Im übrigen: Wir sind Wien!

Mieze Medusa

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Eine Antwort zu BusBimSlam #15: Rudolfsheim-Fünfhaus ist gut zu uns!

  1. tschif schreibt:

    Gratuliere den SiegerInnen Markus Köhle und Theresa Hahl, die beide ein Monsterprogramm absolvier(t)en und schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ex aequo am Podest standen (auch beim Dialekt-Poetry Slam).
    … und Theresa Hahl war auch eineinhalb Stunden davor (gemeinsam mit Karin, Lina Matida und Andi Plammer mit einer Poetry Slam Performance auf der Bühne des „Wasserweltfest 2012“.

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