… in Margareten und ned in Wiedn, trotztdem mid an z´Wiedna Weda…

17:00 Uhr der Wind weht, das Mikro geht, der Slam steht und die SlammerInnen warten.

Ich springe auf die, zur Bühne umfunktionierte Bank, fange mit dem Versuch an, die passierden Passanten zum Anhalten zu bringen, bin jedoch gegen das Bedürfnis „nach der Arbeit gleich nach Hause gehen zu müssen“ machtlos.

Da kommt plötzlich eine „Wir sind Wien Frau“ vom benachbarten „Wir sind Wien“ – Infostand mit der 2. Tonanlage dahergerollt, zwecks Austausch, weil der eingebaute CD-Player nicht funktioniere und diese, 25 Meter weiter, für die österreichischen FlamencotänzerInnen benötigt werde. „In einer halben Stunde“ bekämen wir sie wieder  zurück. Nachdem beide Anlagen optisch gleich aussehen, stimme ich zu, was sich jedoch bald als Fehler herausstellt, weil diese in unregelmäßigen Abständen Signal- und somit auch Tonaussetzer hat und das aus der halben Stunde eineinhalb wurden.

Dem kühlen Wetter trotzend beginnt der 5. Slam am 5. Tag zur 5. Stunde dann 5 Minuten verspätet mit 4 geladenen SlammerInnen (Anna Schrems, Nadja Bucher, Karin Morschitzky und Christopher Hütmannsberger), einem freiwilligen (Wolf-Götz) und einem unfreiwillgen Slammer (MC Stoner –  er wurde gezwungen, seine Jurytafeln wieder her zu geben und mit zu machen).

Dichterisch wettgeschlachtet wird im K.O. – System. Die Anfangspaarung lautet Nadja Bucher gegen Anna Schrems aus der Zweitere mit harten 0,5 Punkten Vorsprung als Siegerin hervorgeht und somit in die 2. Runde kommt.

Weiter gehts mit Wolf-Götz gegen Die Karin, die das Rennen trotz kürzester Slam-Zeit klar für sich entscheidet.

Bei Christopher und MC Stoner ist es nicht so klar, doch mit 19,5 und 19,5 Punkten kommen beide weiter!

Christopher magnetisiert die Zuhörer und offenbar auch kurze Bus-Intervalle und Punktegleichstände an, denn Anna und er starten die 2. Runde mit jeweils 15,5 Punkten…

Nadja (die vom Publikum in die 2. Runde geklatscht wurde) und Karin trennen sich mit 17,5 zu 16,5 Punkten, d.h.: Die Karin ist leider draußen und MC Stoner darf mit einem Freilos (fürs gezwungene MitSlammen!) ins Halbfinale, aus dem er mit höchstbemerkenswertesten 20,5 von 22 Punkten ins Finale gegen Christopher einzieht!

MC Stoner´s Mitmachtext „Hej Oida“ bringt ihm, mit brutalen 21 Punkten den Sieg und somit eine schöne Plastik-Umhänge-Tasche mit einem „Wir sind Wien“ Aufdruck und der aktuellen „… & Radieschen“ Ausgabe “ Bus & Bim & Radieschen“ und einem Feuerzeug (hoffentlich raucht der Guteste!)

Christopher bringt zwar ausnahmsweise seinen Text mit dem Titel „heute“ vollständig im 13A-Intervall unter, wird aber mit 18 Punkten „nur“ 2. und muß mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen…

Schön war´s nicht, das Wetter, aber schön war´s trotzdem. Abschließen möchte ich mit einem Zitat und zwar mit Christophers letzten Worten aus seinem „heute“-Text:

„… wie gerne würd´ ich sagen können, wiedersehen …“

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2 Antworten zu … in Margareten und ned in Wiedn, trotztdem mid an z´Wiedna Weda…

  1. andi mit hut schreibt:

    autsch weh, als ehemaligem margaretner tut mir diese ortsunkunde autsch weh. kleine wiener geschichtsaufklärung also: der margaretenplatz befindet sich seit anno 1861 nicht mehr in wieden, sondern in margareten 😉

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