So einfach ist das nicht!

„Es ist nicht einfach!“ So lautete der Kernsatz des zweiten BusBismSlam-Gewinners. Zemmler sein Name. Der gute, alte Zemmler war schon mal Ö-Slam-Champ (Linz 2009). Jetzt ist er der amtierende Karmeliterplatzhirsch. Und das war gar nicht so einfach. Denn es gibt da ja auch den Karmelitermarkt und gleich drei der vier Gesetzten begaben sich dort hin. Zu den örtlichen Hürden gesellten sich dann auch noch die textlichen.
Das Publikum war von Anfang an vorhanden, böse Wolken auch. Während sich die Wolken aber auflösten und verzogen, vermehrte sich das Publikum auf erfreulich angenehme Weise.

Die erste Paarung lautete: Nadja Bucher gegen Zemmler. Bucher setzte auf Frauensolidarität und KünstlerInnen-Wehklagen – Zemmler auf den Superman. Bucher entschied die Runde klar 13 zu 11,5 für sich.
Michael trat gegen Simon an und legte vor, wie man sich AMS-BeraterInnen gegenüber nicht verhalten soll, also quasi ein Leitfaden für erfolgreiche Arbeitslosigkeit. Simon (auch schon gestern dabei) konterte mit Lektüreeindrücken aus der Romantik bis der Bus (5A) nicht nur kam, sondern durch fuhr. Michael behielt mit 10 zu 8,5 Punkten die Nase vorn.
KYN (der alte Slam-Hase) traf auf Clara Felis, nahm gemütlich Platz und ließ die Waldviertler Hasenjagd vom Stapel, gefolgt von der legendären (ungarisch anmutenden) Huirigenspisekerti (oder so ähnlich). Eine spezielle Wiener Relativitätstheorie rundete den Auftritt ab.
Clara animierte das Publikum gemeinsam mit ich „Tock-tock-tock“ zu machen, fragte: Was wäre wenn? Und fuhr damit das Höchstvoting der Vorrunde ein (11 zu 13,5).

Nadja Bucher ließ sich reichlich Zeit für ihre Geschichte der schwerhörigen und schlecht sehenden Trompeterin in Brüssel, die sich nicht nur mit dreigestrichenen C herum zu schlagen hat, sondern eben auch mit abfahrenden Bussen. Michael offenbarte, was er alles möchte und rief zum Wolkenschwadenbaden auf.
Das Publikum belohnte diese poetische Forderung mit dem Finaleinzug (11,5 zu 13). Clara hatte wieder Fragen. Z. B. „bin ich angekommen?“ Das lässt sich definitiv mit JA beantworten, nur der Lucky Looser der Vorrunde – Zemmler – bewies dann, dass das alles nicht so einfach ist und qualifizierte sich mit 14,5 Punkten (Clara 13,5) als zweiter fürs Finale.
Im Finale machten es beide kurz und das Publikum machte es dem Moderator leicht. Es johlte, applaudierte und jubelte für beide begeistert nur für den Zemmler einen Hauch begeisterter. Das heißt: 3. Platz: Clara Felis; 2. Platz: Michael; und Sieger des Karmeliterplatz-BusBimSlams: ZEMMLER

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